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217 Ja-Stimmen — die Mitglieder entscheiden: Wir bauen!

Außerordentliche Mitgliederversammlung stimmt für das neue Vereins- und Kletterzentrum — ein historischer Moment für den DAV Ravensburg.

11.05.2026

Am Donnerstagabend, 7. Mai, war ein besonderer Moment in der Geschichte des DAV Ravensburg. Nach Jahren der Planung, intensiven Diskussionen und vielen Fragen haben die Mitglieder entschieden: Wir bauen unser neues Vereins- und Kletterzentrum.

Das Ergebnis ist eindeutig und überwältigend: 217 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des DAV Ravensburg hat am Donnerstagabend in der Mensa des Spohn-Gymnasiums grünes Licht für die Realisierung des neuen Vereins- und Kletterzentrums gegeben.

Wir sind überwältigt. Wir sind dankbar. Und wir sind voller Vorfreude.

Ein Danke an alle, die dabei waren

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Mitgliedern, die am Donnerstagabend dabei waren — für eure Zeit, eure Stimme und euer Vertrauen. Dieses Ergebnis hätten wir so nicht erwartet. Es trägt uns. Diese breite Unterstützung ist nicht nur ein Ja zu einem Gebäude, sondern ein Ja zu unserem Gemeinschaftsprojekt, zu unserer Zukunft.

Besonderer Dank gilt auch allen, die mit kritischen Fragen, konstruktiven Bedenken und wachem Blick dieses Projekt von Anfang an mitgeprägt haben. Eure Fragen haben uns besser gemacht, eure Vorbehalte haben uns zum Nachdenken gebracht. Wir nehmen euch mit auf diesem Weg — das ist versprochen.

Was heute entschieden wurde

Das Ja am Donnerstagabend ist nicht nur eine administrative Entscheidung — es ist eine Herzensangelegenheit. Was entschieden wurde, gehört uns allen. Ein Zentrum, das wir gemeinsam bauen werden. Ein Ort, an dem sich alle wohlfühlen sollen — ob jung oder alt, ob Kletterin oder Wanderer, ob Triathlet oder langjähriges Mitglied, ob neue oder altbekannte Gesichter.

Dieses Zentrum entsteht für die ganze DAV Sektion Ravensburg. Für rund 10.000 Mitglieder, die größte Vereinigung ihrer Art in der Stadt. Für eine Gemeinschaft, die zusammenhält.

Die nächsten Schritte — wir arbeiten daran, die Umlage nicht zu brauchen

Mit der Abstimmung beginnt eine neue Phase des Projekts. Der Finanzierungsplan ist genehmigt — und damit haben wir die Kontrolle zurückgewonnen. Der Bauantrag wird noch diese Woche eingereicht.

Doch eines ist wichtig zu verstehen: Die Umlage, die wir am Donnerstagabend beschlossen haben, ist ein Sicherheitsnetz — nicht mehr. Wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, dass wir sie gar nicht brauchen.

Wie? 

1. Laufendes Controlling und weitere Einsparungen bei den Baukosten
Durch die Ausschreibung der Gewerke werden wir Kosten optimieren. Und wir machen eine bewusste Einladung an alle Mitglieder und Unternehmen in Ravensburg: Beteiligt euch an den Ausschreibungen. Eure Angebote sind willkommen — und jede kompetitive Ausschreibung senkt die Kosten für alle.

2. Sponsorships, Routenpatenschaften und Spenden weiter verstärken 
Weitere Gespräche mit Sponsoren und Unterstützern laufen. Jeder Partner, der uns unterstützt, reduziert die Finanzierungslücke.

3. Darlehen stärken — das ist der Schlüssel
Das Wichtigste aber ist: Wir wollen die Darlehensmöglichkeiten für Mitglieder und Unternehmen in Ravensburg deutlich verstärken. Denn das ist der entscheidende Hebel: Jeden Euro, den wir nicht über die Bank finanzieren müssen, spart uns Zinsen. Gibt uns Sicherheit. Gibt dem Projekt Sicherheit. Und gibt unserer Gemeinschaft die Kontrolle über ihr eigenes Projekt.

Nach aktuellem Planungsstand könnten die Bauarbeiten Anfang 2027 beginnen — die Eröffnung ist für das Frühjahr 2028 geplant. Doch bis dahin gibt es noch viel zu tun. Der Lenkungsausschuss wird die nächsten Planungsschritte vorantreiben. Die Genehmigungsplanung und dann die Ausführungsplanung stehen an. Die Vergabe der Bauleistungen wird vorbereitet.

Wir bauen das nicht für eine Saison

Es gibt einen Satz, den wir in den letzten Monaten immer wieder gesagt haben. Jetzt ist der richtige Moment, ihn nochmal zu sagen: Wir bauen das nicht für eine Saison. Wir bauen das für Generationen.

Jede Seilschaft, die dort vor oder nach der Tour ankommt. Jede Familie, die gemeinsam im Bistro sitzt. Jeder junge Mensch, der zum ersten Mal seinem Sicherer vertraut. Jeder erfahrene Bergsteiger, der sein Wissen weitergibt. Das alles wird in unserem neuen Zentrum passieren. Und das wird es wert sein.

Danke für diesen historischen Moment. Danke für euer Vertrauen. Danke, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen dürfen.